Eine Woche voller kultureller Highlights liegt hinter mir (ja, richtig gehört Mama und Papa!)
Letztes Wochenende haben Catharina und Sebastian Besuch von anderen Leuten ihrer Uni bekommen, mit denen sind wir Sonntag in den Sommerpalast gefahren und Montag in die verbotene Stadt, die Photos habe ich auf dem Link neben der Seite online gestellt. Sowohl Sonntag als auch Montag waren gefühlte 1000000 andere Touristen unterwegs, was ziemlich anstrengend war. Das sind halt die typischen Touri-Plätze. Unser Programm war besonders Montag ziemlich straff, wir sind nach der verbotenen Stadt noch auf einen Ausblickshügel gestiegen und haben eine Ritschkatour durch die Hutongs gemacht. Die Hutongs sind kleine Hütten, die urspüngliche Bebauung von Peking. Nach und nach werden die jetzt auch alle abgerissen um Hochhäuser zu bauen, aber an manchen Stellen lohnt sich das noch nicht. Die Hutongs durch die wir gefahren sind verdienen bestimmt sehr gut an den Touristen, man wird alle naselang gefragt, ob man mal aussteigen möchte und irgenwas angucken will. Aber zum Teil leben hier die ärmsten von Peking und es gibt unglaubliche Bilder, wo eine total runtergekommene Hutong Siedlung vor einem neugebauten Hochhauskomplex steht.
Montag abend und Dienstag musste ich auch noch ziemlich viel für die Uni tun. Dafür stand dann Dienstag abend Peking ente essen auf dem Programm. Wir sind in ein traditionelles Restaurant gefahren, aber ich muss sagen: Pekingente ist keines meiner Favouriten hier, da schmeckt mir manches essen in der mensa besser! Für alle die es nicht wissen: die ente wird im ganzen gebracht, dann aber wieder weggetragen und in feine Streifen geschnitten, wobei an jedem Streifen Haut dran sein sollte. Mit diesen Stücken, Zwiebeln und Gurken, sowie einer soße wird dann ein Wrap geformt. Besonders die Soße hat einfach einen eigenartigen Geschmack.
Mittwoch stand wieder tanzen im Club auf dem Programm. Und Donnerstag durften wir direkt weitertanzen: Ich hatte wieder Business Communication, ein Kurs, der sich von den anderen Kursen hier deutlich durch andauernde Eigenbeteiligung abhebt. Zu Beginn des Kurses standen wir alle mit geschlossenen Augen in einem Raum und mussten zu rammstein und anderer Musik tanzen, um die Energie in unsrem Körper zu fühlen, dannach kam in einer dauerschleife von ricky martin eine eigenpräsentation. Dieser Kurs ist halt etwas eigenartig, aber insgesamt macht das schon spaß!
Freitag abend bin ich mal nur alleine mit der Catharina losgezogen, wir wollten in einen der guten nightclubs hier gehen, in dem ich auch schon in der ersten Woche gewesen bin. In den anderen Clubs wo wir hier waren, war das Publik schon gemischt, viele Einheimische, aber auch einige Westler. An diesem Abend aber gar nicht, es waren kaum nicht asiatisch aussehende Menschen da. Das war echt eine Erfahrung für sich.
Samstag abend haben wir dann ein krasses Gegenprogramm gestartet: Wir sind mit den Maschis in einen chinesischen Rockschuppen gegangen. Obwohl das eigentlich gar nicht meine Musik ist, war es krass, wie die chinesen abgegangen sind. Es haben 3 lokale Bands gespielt, natürlich auch alles chinesen.
Sonntag dann der Höhepunkt an Kultur: Catharina und ich sind in den art district von peking gefahren. Ein altes Fabrikgelände, ziemlich großläufig, mit kleinen Fabriken noch in Betrieb. Und zwischendurch kann man in kleine Lagerhallen gehen und sich Ausstellungen von moderen chinesischen Künstlern angucken, total abgefahren. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich, es ist ziemlich laut, überall qualmt es und die Werke sind zum teil ziemlich abgefahren. Hier muss ich auf jeden Fall nochmal hin.
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